Der Ferrari 550 Sperimentale-Prototyp läutete das manuelle V12-Glück ein

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Für viele verkörpert der Ferrari 550 Maranello das Optimum an schierer analoger Fahrfreude. Jetzt haben Sie die Chance, diesen grandiosen 550-Prototoyp in Ihrer Sammlung zu begrüßen.

Wenn wir einen handgeschalteten Grand Tourer mit einem V12-Saugmotor unter der langen Motorhaube beschreiben, der dann auch noch vorne das Springende Pferd trägt, würden Sie schicksalsergeben einen siebenstelligen Preis erwarten, aber viele fantastische Ferrari 550 Maranello lassen sich im Classic Driver Markt durchaus für wesentlich weniger Geld entdecken. Vielen Sammlern mag die Produktionszahl von gut 3.000 gefertigten Einheiten nicht exklusiv genug sein. Aber das Glück war uns hold, denn aktuell wird nun ein ultra-seltener 550 Sperimentale Prototyp bei Charles Pozzi SAS angeboten.

Dieser Prototyp mit der internen Bezeichnung F133 wurde von Ferrari als Entwicklungsfahrzeug für den 550 eingesetzt. Er wurde 1996 gebaut und kontinuierlich von Maranellos Technikern und Designern modifiziert, um neue Ideen und Konzepte für den bevorstehenden Grand Tourer zu testen. Die silbrig einfassten Frontscheinwerfer im 575 Superamerica-Stil geben schon mal einen Fingerzeig auf den unglaublichen Hintergrund dieses Autos, wobei das wohl coolste Merkmal dieses Prototyps die ziemlich verwegenen, seitlich angesetzten Auspuffausgänge  sind, die leider nicht ihren Weg in die Serie gefunden haben. Diese Lösung hätte nicht nur durch den vergrößerten Durchmesser die Leistung verbessert – das Fehlen traditioneller Endrohre erlaubte Ferrari, das Chassis noch steifer zu machen. Obwohl der Prototyp 200mm länger als der serienmäßige 550 ist, sorgten zwei zusätzliche Querträger dafür, dass er 10 Prozent steifer als das Serienauto war.

Weitere einmalige Elemente sind eine verlängerte Motorhaube und vordere Kotflügel und ein Luftkanalsystem, dessen Design bei der Kraftstoffkühlung helfen sollte. Und schließlich und endlich gibt es einen Grund, weshalb sich gerade großgewachsene Fahrer diesen Ferrari nicht entgehen lassen dürfen, denn er bietet zudem eine verstellbare Pedaleinheit sowie Lenksäule – bekannt aus dem La Ferrari. Hingegen ist der Karbonfaser-verstärkte Fahrersitz fest fixiert. Meist stehen Versuchsfahrzeuge und Prototypen im Schatten ihrer serienmäßigen Abkömmlinge, aber es gibt eine Fülle an faszinierenden Details und ein paar Must-have-Merkmale, die diesen 550-Prototyp mehr noch als das spätere Modell, das in Serie vom Band rollte, zu einem Traum für jeden Fahrer werden lassen!

 

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